Wie mit fester Nahrung beginnen (7 Monate)

Huhu ihr Lieben
Meine kleine ist nun fast 7 Monate alt und ich möchte sie eigentlich gern ans richtige essen ran führen, trau mich aber noch nicht so Recht.
Hab nun bald den dritten Brei eingeführt und das macht sie auch alles super mit.
Bisher springt sie uns noch nicht auf den Teller beim Essen aber ich denke irgendwann muss man ja Mal beginnen.
Womit habt ihr angefangen? Wie oft habt ihr was angeboten?
Bleiben dann auch alle drei Brei Mahlzeiten weiterhin ? Bin da tatsächlich etwas überfragt (1. Kind).
Stille auch nebenbei noch voll.

Vielen lieben Dank im voraus.

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Als festes gab es hier zuerst Gurke und Laugenbrezel. Wir haben da keine wissenschaft draus gemacht und einfach nach und nach Kram angeboten 😅

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Da unser Baby Brei am Anfang nicht wollte, haben wir direkt Sachen vom Tisch angeboten. Gut für den Start zB weiches Brot/Brötchen beim Frühstück, gekochtes Ei, Pfannkuchen, Omlet, Gurke.
Nudeln gehen auch gut, oder Muffins.

Ich würde einfach immer irgendwas vom Tisch anbieten. Unser Baby beobachtet immer ganz genau wie wir unser Brot essen und macht das dann mit seinem Brot nach ;)

Den Brei kannst du ja weiterhin anbieten und mit steigendem Essen reduzieren

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Hallo darf ich mal fragen wie euer Baby das kaut meiner kriegt Brei er ist fast 6 Monate aber bei der festen Nahrung hab ich Angst das er sich verschluckt ? Woher weißt er den das er das kauen muss

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Man kann ja auch mit der kaufläche vieles zermahlen. Und dass gekaut werden muss merkt das Baby aus Instinkt + Würgereflex.

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Mein Sohn hat nie Brei bekommen, wir haben von Anfang an blw gemacht.
Die erste Mahlzeit waren Bratkartoffeln und Gemüse. Du musst gar nichts besonderes machen, einfach nur kochen (auf Salz und "verbotene" Lebensmittel achten) und dem Kind etwas auf den Teller legen, den Rest macht das Kind ganz alleine.
Das Kind wird erstmal damit spielen und gelegentlich probieren, die Mengen die gegessen werden sind zu Beginn minimal, das soll auch so sein. Oft würgen die Kinder zu Beginn noch oft, das liegt daran das der Würgereflex noch sehr weit vorne sitzt, sie lernen mit der Zeit damit umzugehen.
Es hilft zu Beginn Sticks mit einem Wellenmesser zu machen, so können die Kids die Sachen leichter greifen, glitschige Sachen kann man auch gut z.b. in Kokosflocken oder Sesam panieren um sie griffiger zu machen.
Das Kind entscheidet was und wie viel es isst, das Stillen bleibt bis zum ersten Geburtstag die Hauptnahrung und es darf keine Stillmahlzeit ersetzt werden, das wäre noch zu viel. Um den ersten Geburtstag herum beginnen die Kinder von allein mehr zu essen und reduzieren von allein die Milch, da muss man gar nichts tun, das regelt alles die Natur.
Das Spielen mit dem Essen ist super wichtig für die Entwicklung, wir essen ja auch nichts was wir nicht kennen sondern gucken, riechen und fühlen die Konsistenz bevor wir reinbeißen. Das Kind macht nichts anderes, es testet aus was es da hat bevor es isst.
Wenn das Kind selbst entscheiden darf was und wie viel es isst bleibt das natürliche Sättigungsgefühl erhalten, mit Brei kann man sehr leicht überfüttern wenn man die Signale des Kindes übersieht.
Das Kind darf auch direkt alles essen (bis auf wenige Ausnahmen), auch Gewürze sind erlaubt und es darf auch alles durcheinander geben, diese ganzen Breitfahrpläne sind total veraltet.
Du kannst deinen Kind immer dann etwas anbieten wenn's passt. Meiner hat zu Beginn die gemeinsamen Mahlzeiten oft verschlafen, wenn er bei einer Mahlzeit wach war kam er mit an den Tisch und hat mit uns gegessen. Alles ohne Druck, das ganze soll Spaß machen. Je älter das Kind wird desto länger ist es wach und dann nimmt es automatisch auch an mehr Mahlzeiten teil.
Das schöne an blw ist das alle entspannt zusammen essen können, keiner muss füttern oder auf das Kind warten, das fand ich einfach nur genial.
Google am besten mal nach den blw Regeln, die sind wichtig aber alles kein Hexenwerk.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Danke für die tolle Erklärung. Ich interessiere mich auch für blw und unsere Maus ist jetzt 4 Monate alt und ich möchte mich langsam etwas intensiver damit auseinandersetzten. Hast du vielleicht eine Buchempfehlung für mich? Ich habe jetzt auch schon häufiger blw Rezepte gesehen. Hast du sowas auch gemacht oder wirklich immer Teile eures Essens bzw Obst/Gemüse gegeben?

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Ich hab eigentlich nur im Internet ein bisschen gelesen was blw bedeutet, was das Baby essen darf und was nicht, was es zu beachten gibt und auf welche Reifezeichen zu achten ist, ein Buch speziell dazu hab ich nicht gelesen.
Meistens gab's tatsächlich einfach nur das normale Familienessen aber ich hab auch gerne mal blw Rezepte ausprobiert.
Gut angekommen sind süße und herzhafte Waffeln, Tassenkuchen, Gemüsepommes und Grießbrei.
Das meiste was ich von diesen blw Rezepten gemacht hab mochte mein Sohn nicht aber es hat Spaß gemacht zu experimentieren 😅
Ich mag die Seite "breifrei Baby" und die Rezeptbücher und Instagram Seite von "Mama kocht breifrei", da gibt's viele tolle Rezepte sowohl für Hauptmahlzeiten als auch für Snacks. Bei dem ersten Buch von Mama kocht breifrei ist blw auch nochmal gründlich erklärt.

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Hey...
unser Sohn hat als erstes Kartoffelpüree mit Möhrchen bekommen, dann Brot mit Streichwurst oder auch mal etwas Marmelade, später hat er gerne Goudakäse am Stück gegessen! Salatgurke war auch immer gern genommen!
Habe dann 1x Brei weg gelassen wenn er eine Mahlzeit mit unserem Essen ersetzt hat!

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Wir haben quasi alles angeboten was wir auch gegessen haben. Nur eben ungesalzen. Andere Gewürze haben wir aber schon benutzt. Zusätzlich gab es zwischendurch gebackene oder dampfgegarte Gemüsesticks, Pancakes oder Waffeln mit Obst oder Gemüse, Käsewürfel, weiches Obst wie Erdbeeren oder Weintrauben, Gekochte Eier, Rührei und Omelett.
Abends mochte er lange am liebsten seinen Abendbrei. Den durfte er auch weiter essen, bis er irgendwann nicht mehr wollte.
Wir haben ihm so 5-6x am Tag was zu essen angeboten. Eben dann wenn wir auch gegessen haben und zwischendurch. Machen wir eigentlich immernoch so. Er isst dementsprechend 3 große und 2-3 kleine Mahlzeiten am Tag.

Bearbeitet von Miami
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Wir haben die Kinder einfach ab Beikostbeginn - falls sie wach waren - bei den Mahlzeiten mit an den Tisch gesetzt und ihnen etwas passendes abgegeben. Da am Anfang nicht so viel gegessen wird, kann im Anschluss Milch oder Brei gefüttert werden, um die Mahlzeit zu vervollständigen. Wenn man will, dass mehr vom Tisch gegessen wird, kann man das auch voneinander trennen. Ist aber mit 7 Monaten noch nicht nötig.

Ideen für den Anfang:

Zur warmen Mahlzeit: Ein Stück Kartoffel, eine Nudel, ein Stück gekochtes oder gedämpftes Gemüse

Zur Brotzeit: ein Stück Brot (unsere Kinder haben ein feines Dinkelvollkornbrot vom Bio-Bäcker geliebt, aber bei einem 0815 Brot geht die Welt sicher auch nicht unter), bei Bedarf mit Aufstrich (z.B. Banane, Avokado, Obstbrei, Mandelmus)

Weitere Mahlzeiten: weiches Obst für alle hinstellen (z.B. Birne, Banane, Beeren, Mango)

Wenn man Kapazitäten hat, kann man natürlich auch mal extra ungesüßte Pfannkuchen oder Muffins oder ungesalzene Bratlinge etc. backen.

Und wenn's mal ganz schnell gehen soll, oder man spontan unterwegs etwas nicht babygeeignetes essen will, gibt's in der Drogerie auch ein paar nette Knabbereien (Hirsestangen, Maiswaffeln etc.), die man dem Baby ohne schlechtes Gewissen in die Hand geben kann.

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Huhu doofe Frage ich weiß aber wie groß sollten die Stücke denn sein sollen die Kids selbst dran knabbern können oder Schneid ich alles dann klein in Würfel z.B.?
Beispielsweise bei Kartoffel, Gurke oder Birne ?

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Nein lieber nicht klein schneiden. Am besten ist es, wenn die Kinder selbst etwas abknabbern, das sind dann meist eh kleine Mengen.
Am einfachsten sind so dickere Sticks, so lang wie Pommes und etwas dicker, weil die Kinder sie gut greifen können.

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Ich versuchte es auch gerade. Die drei Breitmahlzeiten behalte ich noch bei. Wenn sie aber bei einer unserer Mahlzeiten mit am Tisch sitzt, bekommt sie immer irgendwas ab.

Angefangen haben wir mit Naturjoghurt und Gurke, dann Brot. Kartoffeln, Gemüse und Nudeln koche ich einfach ungewürzt in ein bisschen Wasser oder dünste es. Das Gemüse Schneider ich je nach Satz in Streifen oder koche zum Beispiel ein Röschen Brokkoli. Halt alles in einer Form, die sie gut greifen kann, deshalb auch nicht zu klein geschnitten
Mittlerweile gab es auch Bananen, Brezeln, Reiswaffeln, Pfannkuchen,... Als nächstes will ich Mal einen Apfel dünsten.

Noch nicht traue ich mich an die Lebensmittel mit denen man vorsichtig sein muss. Klar kann man halbieren und dann kann eigentlich nichts passieren, aber noch stehen Erbsen, Trauben, Beeren und Co nicht auf unserem Speiseplan.

Es braucht es ja auch nicht viel. Bis vor wenigen Tagen hat sie eigentlich mehr damit gespielt und daran gelutscht. Hat sie doch Mal was abgekaut, fing sie an zu würgen bis es ausgespuckt war. Seit ein paar Tagen werden auch Mal Stückchen geschluckt. Trotzdem reichen noch immer eine Scheibe Gurke und zwei Nudeln. Ich sehe das auch weniger als essen als als Nahrung kennen lernen.

Bearbeitet von Blume1983