Alte Angehörige pflegen ja oder nein?

Liebe Forengemeinde,

hier läuft ein Thread "Pflegebedürftige Schwimu zerstört Ehe". So wie es da in der Familie läuft, das geht überhaupt nicht. Der Mann nimmt keine Unterstützung von Außen an, außer der Kurzzeitpflege. Die Familie kommt zu kurz deswegen.Ja und wenn man schon selber pflegt, dann bitte mit Hilfe eines Pflegedienstes, Alltagsbegleitung und vielleicht auch noch Tagespflege.
Und die Option Pflegeheim muss ja auch nicht schlecht sein.

Fakt ist, 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Hintergruende-Auswirkungen/demografie-pflege.html#:~:text=%C3%9Cber%2080%20%25%20werden%20zu%20Hause%20versorgt&text=4%2C17%20Millionen%20Pflegebed%C3%BCrftige%20b

Mein Geschwister und ich hatten damals noch nicht ganz pflegebedürftige Mutter unterstützt. Sind zu Ärzten gefahren mit ihr,
Einkäufe getätigt, Haushaltsarbeiten die sie nicht mehr konnte wie z.B Gardinen aufhängen oder Großputz. Wir besuchten sie auch viel und unternahmen auch etwas. Sorgten für den Hausnotruf. Einige organisatorische Arbeiten wurden auch übernommen. Das konnte man alles machen. Selbst ich mit meinem behinderten Sohn. Aber irgendwann kam der große Knall (nicht die Wochen mal zwischendurch über die ich im genannten Thread geschrieben hatte, meine Mutter hatte damals höllische Schmerzen und konnte sich nicht alleine waschen oder anziehen, da ging wieder weg). Aber als meine Mutter dann von gleich auf jetzt stark pflegebedürftig wurde und einen 24/7 Betreuung notwendig wurde, ja so etwas konnten wir nicht zu
dritt stemmen. Wir hatten kein Platz zu Hause für die alte Mama und auch nicht die Zeit, sie zu pflegen. Meine Schwester war berufstätig, ich fing gerade woanders wieder an und betreute meinen Autisten. Und mein Bruder hatte selber gesundheitlich Probleme. Es blieb nur das Pflegeheim. Und man soll einem jetzt nicht kommen, man ist egoistisch und schiebt seine Mutter ab ins Heim. Es wäre selbst nicht mit Pflegedienst gegangen oder Tagespflege. Einer hätte immer dasein müssen mit Übernachtung. Und das Pflegeheim war eine super Einrichtung.

Ich bin der Meinung, es muss jeder selber wissen, ob er seine Angehörigen pflegen möchte oder nicht. Nur in diesem Thread standen mir ehrlich gesagt die Haare zu Berge, wo es heißt, wer seine Angehörige nicht pflegt, der ist egoistisch. Manche können es nicht oder wollen es nicht. Das muss man auch mal aktzeptieren.

Wie seht ihr das?

LG Hinzwife

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Meine Mutter hat jahrelang alleine meine Großeltern gepflegt (bei uns im Haus). Zum Schluss blieb neben der Pflege keine Zeit mehr für nichts, nicht für den eigenen Haushalt, nicht für die Kinder, nicht für den Partner, nicht für sich selbst (sie konnte ja noch nicht einmal das Haus verlassen, wenn sonst niemand da war). Niemals würde und könnte ich das leisten. Zumal sie sich ihren Körper (mehrere Bandscheibenvorfälle) damit auch noch kaputt gemacht hat. Pflege zu Hause ist körperlich und emotional hoch anstrengend. Jemand der es als egoistisch abtut, nicht zu pflegen, hat schlicht noch nie einen Vollpflegefall über längere Zeit vollumfänglich versorgt..

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Sehe ich genauso. Alles nur freiwillig. Im Übrigen würden meine Eltern es zum Beispiel niemals verlangen dass wir Kinder sie pflegen da sie der Meinung sind, dass die Kinder meistens selbst eine Familie und ein eigenes Leben haben. Lieber würden sie sich Hilfe von außen holen.

Davon mal abgesehen wohne ich zb auch viel zu weit weg, als das ich mal eben helfen könnte. Finde es persönlich sehr egoistisch wenn Leute meinen, das wäre selbstverständlich. Ist es nicht und sollte es auch niemals sein

Bearbeitet von bloom1989
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Dies als Egoismus abzutun ist ekelhaft.

In jeder Familie muss es eben passen und das Wichtigste ist doch, dass man seine Angehörigen nicht vergisst.

Eine intensive Pflege von Menschen, die es auch wirklich in jeder Lebenslage brauchen (Klo; Waschen; Essen; Rollstuhl); ist nicht im Vorbeilaufen gemacht und eben nicht vergleichbar mit Wocheneinkauf erledigen und mal aufräumen.

Unsere Angehörige kam wie abgesprochen ins Heim (starke körperliche Einschränkungen), sie hatte mehrmals die Woche Besuch, wir sind gemeinsam in Urlaub gefahren, regelmäßig shoppen fahren (sie liebte es), essen gehen, in die Kirche, Feiertage immer gemeinsam, etc etc. Als sie umzog war sie aber noch klar.

Über die Jahre bekam sie eine schlimme Demenz inkl. Weglaufen, Aggressivität etc.
Die Besuche wurden kürzer aber häufiger (Lieber 2mal am Tag 30 Minuten statt einmal 2 Std. etc).

Sie war körperlich, hygienisch etc. gut versorgt. Da wurde keiner stundenlang in Kacke liegen gelassen, geschlagen oder einfach vergessen.
Und wir? Wir haben eben die ganzen schönen Dinge miteinander gemacht.
Von uns gab es richtig viel Qualitytime!!!

Wie viel haben das Menschen in ihrem eigenen Haus? Wenn die Pflegenden schon die ganze Zeit für die elementaren Tätigkeiten brauchen, wo bleibt die Zeit für die schönen Sachen?

Unsere wollte übrigens am Ende auch nach Hause, Zuhause war aber nicht ihr Haus, sonder ihr Elternhaus, welches Jahrzehnte vorher abgebrannt war….

Jede Familie braucht sein System und da haben andere nix zu meckern.

Bearbeitet von Olaffan
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Welcher Egoismus? Eine mündige, erwachsene Frau hat entschieden, dass sie gerne in einer Einrichtung wohnen möchte. Sie hat noch selber den Vertrag unterschrieben..

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Das Problem ist doch einfach auch , dass die mittlere Generation, also Menschen, die sowohl Kinder als auch alte oder kranke Eltern haben, ganz schön in der Klemme sind.
Besonders die Frauen.
Wir sollen uns hingebungsvoll um unsere Kinder kümmern, mit ihnen Schulaufgaben machen, jeden Tag ein vollwertiges Essen kochen, die Kinder bitte zu Fuß in den Kindergarten bringen, mit ihnen lesen, zu Hobbys fahren.
Gleichzeitig müssen wir uns vielleicht um unsere Eltern kümmern, die oft den Anspruch erheben, dass das sonst niemand machen darf. Dort putzen, Kochen, Arzttermine.
Nichtsdestotrotz sollen wir gefälligst Vollzeit berufstätig sein, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen und unsere Rente zu verdienen.

Wie soll das gehen ?

Ich finde , die Politik müsste bessere Rahmenbedingungen schaffen, um das alles zu ermöglichen. Betreuungszeiten in den Kitas reichen oft nicht aus. Kitas sind sehr teuer. Alle Kinder sollten in den Kitas und Schulen umsonst essen können.
Es braucht viel mehr Unterstützung im Pflegebereich. Mit besserer Bezahlung und mehr Personal wären vielleicht nicht so viele Pflegepersonen am Absprung. Es ist eine wahnsinnige Bürokratie, irgendwelche Unterstützungsmöglichkeiten zu beantragen. Haushaltshilfen, die zuverlässig sind, sind praktisch nicht zu bekommen. Es fehlen Pflegegruppen auch zB. für behinderte Kinder.


Natürlich würde das alles viel Geld kosten. Aber wenn ich lese, dass man für zig Millionen abgelaufene Masken vernichtet hat und wo man sonst Geld ausgibt für nichts.

Eine Gesellschaft , die nicht fähig ist, ihre Kinder, Alten und Kranken ordentlich zu versorgen, sehe ich zum Untergang verurteilt.
Und vieles wird auf dem Rücken der Frauen und Mütter ausgetragen.

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<<<<Wir sollen uns hingebungsvoll um unsere Kinder kümmern, mit ihnen Schulaufgaben machen, jeden Tag ein vollwertiges Essen kochen, die Kinder bitte zu Fuß in den Kindergarten bringen, mit ihnen lesen, zu Hobbys fahren.
Gleichzeitig müssen wir uns vielleicht um unsere Eltern kümmern, die oft den Anspruch erheben, dass das sonst niemand machen darf. Dort putzen, Kochen, Arzttermine.
Nichtsdestotrotz sollen wir gefälligst Vollzeit berufstätig sein, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen und unsere Rente zu verdienen.

Wie soll das gehen ?<<<

Hallo Linnea43,

das funktioniert überhaupt nicht. Meine Mutter brauchte mal über ganz viele Wochen Hilfe, weil sie tierische Schmerzen hatte, nicht aus dem Bett kam alleine, Hilfe beim Waschen und Ankleiden und im Haushalt brauchte. Sie war noch bei der Einstellung der Schmerzmittel und mein Bruder wollte es begleiten mit allen Drum und Dran, ist Rentner und hatte auch genügend Zeit dafür.Nun erkrankte er schwer und konnte sich nicht um unsere Mutter kümmern. Ich arbeite damals aus bestimmten Gründen nicht. Ich fuhr über mehrere Wochen dreimal vormittags von 8 bis 12:30 Uhr und zweimal abends um die Mama bettfertig zu machen. Mein Schwester musste arbeiten und machte mit ihrem Mann den Rest. Es gab auch immer mal wieder das Gespräch, ob ich nicht noch nachmittags kommen könne. Mein Antwort war nein, mein Jüngster (mehrfachbehindert durch Autismus, hat Pflegegrad 4) hatte auch noch Therapien in der Woche mehrmals und der Große brauchte auch mal Ansprache von mir. Mein Mann musste in der Zeit leider zum Boot um es auf unseren Urlaub vorzubereiten. Das war im Ausland, das war so geplant damals und er hatte dafür Urlaub genommen.

In dieser Zeit wurde ich weder meiner Mutter gerecht noch den Kindern. Bei meiner Mutter war auch zusätzlich noch der Haushalt zu machen. Meine Schwester kochte zwar Essen, aber Teller Töpfe standen darum, es war keine Zeit sie wegzupacken, Wäsche musste zusammengelegt werden, gesaugt, Wischen. Und das neben der Grundpflege, Frühstück machen. Meine Mutter war ein Typ, der sich gerne und ausgiebig unterhalten hatte. Nur brauchte ich an manchen Tagen Stunden um den ganzen Haushalt einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Häufig musste ich meiner Mutter sagen, dass ich keine Zeit hatte noch lange Zeit zu klönen, was ich sonst gerne machte. Zu Hause musst ja noch Essen fertiggemacht werden, wenn die Kinder aus der Schule kamen. Ja und dann noch der eigene Haushalt. Für mich waren es über viele Wochen Dauerstress. In der Zeit hatte ich meine Mutter und meine Kinder gefühlt irgendwie schnell abgefertigt. Sich für die Mutter oder Kinder richtig Zeit nehmen, komplette Fehlanzeige. Für meine Mutter gefühlt war ich eher ein besserer mobiler Pflegedienst, der es immer eilig hatte und Kinder sauber und satt. Mein Großer sagte auch klipp und klar, dass er sich vernachlässigt fühlt. Als die Zeit absehbar war, dass mein Bruder zurück kam redete ich mit meinen beiden Geschwistern Tacheles, sie mögen sich bitte um einen ambulanten Pflegedienst kümmern. Aber irgendwie ging es dann meiner Mutter sehr viel besser und sie konnte fast alles wieder soweit alleine machen, das heißt sich alleine waschen, anziehen, Frühstück selber machen, die Wäsche selber zusammenlegen, Tische mal abwischen und vorbereitetes Essen warm machen. Den Rest erledigten meine Geschwister.

Ich musste mal etwas weiter ausholen. Du kannst z.B keinen dementen Menschen pflegen und gleichzeitig noch auf die eigenen kleinen Kinder aufpassen. Zwangsläufig und ohne Absicht müssen die Kinder zurückstecken. Selbst Teilzeitarbeit ist sehr schwierig. Selbst wenn man eine Haushaltshilfe hat, Lieferdienste, mobilen Pflegedienst. Wenn Demenz fortschreitet, Weglauftendenzen vorhanden sind, wird es auch eher schwierig so einen Menschen in der Tagespflege unterzubringen..
Zu Elternabenden kann man nur gehen, wenn der Partner auch in der Zeit zu Hause ist. Selbst dann werden Unternehmungen mit den Kindern schwierig, wenn man keinen für die alte demente Mutter hat. Gut meine Mutter war nun überhaupt nicht dement. Aber meine Schwester hatte kaum Zeit sich um unsere Mutter zu kümmern, weil sie den ganzen Tag gearbeitet hatte und das auch teilweise nachts. Aber die vorübergehende Pflege meiner Mutter verschlang auch eine Unmenge Zeit durch die Fahrerei dahin mit hin und zurück insgesamt eine Stunde. Hätte ich noch Zeit gehabt etwas anderes zu organisieren? Antwort nein, ich hatte schon genug mit der Orga unseres Autisten zu tun gehabt. Zeit für Hobbies hatte ich in Zeit auch nicht gehabt. Ich erledigte die ganzen Sachen in Lichtgeschwindigkeit. Damit ich überhaupt etwas auf die Reihe bekam. Aber das ist hier nur meine persönliche Erfahrung.

LG Hinzwife

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Mittlere Generation, da steckt das Problem.

Würden wir in D noch im Schnitt Mitte 20 Kinder bekommen, hätten wir Ende 40 Zeit und Energie für Oma da zu sein und sei es mit Besuchen im Heim.
Unsere Abstände zwischen den Generationen sind zu weit auseinander.


Ich sähe auch keine Alternative zum Heim und möchte vor allem, dass meine Kinder sich eines Tages um die Enkel kümmern nicht um meine Ex oder mich.

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Hey!

Mich beschäftigt das Thema seit dem Thread auch stark.
Bisher sind meine Eltern selbständig. In meiner Familie wurde bisher immer zu Hause gepflegt.
Nun ist die Situation aber, dass weder meine Geschwister noch ich zu Hause leben; ich bin mit 150km Abstand am nächsten dran.
Meine Mutter ist krank, mein Vater verändert sich immer mehr. Er ist aggressiv, hört und sieht schlecht. Wenn er irgendwo an seine Grenze kommt, brüllt er alle um sich herum an. Wie von Sinnen. Zuletzt hat er meinen Sohn angeschrien. Meine Kindheit war dadurch schon belastet, aber mittlerweile ist es um ein Vielfaches schlimmer geworden.
Wenn ich jetzt daran denke, ich müsste mich um ihn kümmern- dann würde ich mir den Terror ins Haus holen. Abgesehen davon, dass hier kein extra Zimmer wäre. Mein Vater ist absolut unselbstständig. Weiß nicht, wie die Waschmaschine funktioniert, kann nicht kochen. Ich glaube auch nicht, dass er es noch lernen würde.

Mir graut es vor der Zukunft, weil ich fürchte, dass wir irgendwann in dieser Situation sein werden.

Liebe Grüße
Schoko

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Leider ist es wohl so, dass sich nur die wenigsten Menschen Gedanken machen, wie sie es im Alter haben wollen.
Ich kenne nur ganz wenige Leute, die sich schon früh zB. eine seniorengerechte Wohnung besorgt und mit ihren Kindern und Partnern über eine eventuelle Pflege gesprochen haben.
Die meisten anderen setzen einfach voraus, dass der Partner sie pflegen wird und das die Kinder sich kümmern.
Meine Eltern haben auch alles mögliche geregelt, aber Pflege war nie ein Thema. Meine Mutter hätte nie im Leben die Pflege meines Vaters an jemand anderen abgegeben, obwohl sie selbst alt, krank und schwach war und sehr gelitten hat. Mein Vater und meine Mutter hätten nie einer Unterstützung durch den Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe zugestimmt, wenn wir es nicht einfach organisiert hätten.
Umgekehrt hätte mein Vater nie im Leben pflegerische Dinge bei meiner Mutter gemacht ,und im Haushalt wäre er völlig hilflos gewesen.

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Mit meiner Mutter habe ich schon seit längerer Zeit besprochen wie es werden soll wenn sie nicht mehr alleine leben kann. Wir werden sie bei uns aufnehmen und Zuhause versorgen da die Pflegeheime in unserer Umgebung leider nicht unseren Vorstellungen entsprechen. Man muss dazu sagen ich bin selbst Pflegefachkraft und meine Mutter Pflegehilfe daher kennen wir die Heime eigentlich alle gut und wissen wie dort gepflegt wird. Die Schwiegereltern leben aktuell sowieso schon bei uns im Haus und werden dann später auch hier bleiben ( natürlich nur wenn auch wir gesund bleiben bis dahin ). Mir war es wichtig mit allen Parteien im Vorfeld alles zu besprechen und mit allen Eventualität die Pflege später zu planen so weiß jeder was getan wird wenn Tag X kommt. Natürlich sind auch die Geschwister mit eingeplant.

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Ich habe meiner Mutter und auch meiner SM klar gesagt - ich kann, will und werde sie nicht pflegen.
Sie müssen vorsorgen, denn sollte es zum Fall X kommen, dann gehen Sie ins Pflegeheim. Ich kann das nicht bewerkstelligen und möchte ich auch nicht.

Ist das egoistisch?
Sicher.

Ich bewundere jeden, der seine Angehörigen zu Hause pflegt. Ich ziehe meinen Hut davor.
Ich selber möchte es nicht.

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Da kommt wieder auch etwas "Kulturproblematik" auf.
Da hatte auch zB mitunter eine Türkin kommentiert. Bei uns gehört sich so etwas überhaupt gar nicht, seine Eltern in ein Heim "abzuschieben". Das höchste der Gefühle wäre, wenn jemand vom Pflegedienst kommt, aber im großen und ganzen sollten (müssten) es die Kinder machen, alles andere ist als tabu angesehen tatsächlich. Ob man das gerne machen tut oder überhaupt kann, da wird gar nicht nach gefragt.
Traurig aber wahr.

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Naja nur weil es "Kultur" ist muss man sich ja nicht daran halten, vor allem wenn man überhaupt nicht dahinter stehen kann. Früher war es au "Kultur" dass Frauen nicht wählen durften oder nicht alle gleichstämmigen Menschen in die gleiche Bibliothek gehen durften.

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Ich möchte meine Mutter nicht körperlich pflegen und sie möchte nicht von mir gepflegt werden. Sie ist lungenkrank und wir Kinder übernehmen schon viel. Sollte sie aber nicht mehr alleine wohnen können oder körperliche Pflege notwendig werden kommt ein Pflegeheim bzw. Pflegedienst dazu. Niemand darf sich dazu verpflichtet fühlen das selbst zu machen

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"Alte Angehörige pflegen ja oder nein?"

Kurz und knapp: Nein, niemals! Ich wohne eine Autostunde von meinen Eltern entfernt. Ich hätte nicht die Energie, wöchentlich vorbei zu fahren um dann noch den Grosseinkauf und/oder Hausarbeiten zu schmeißen. Ich arbeite 100% und habe auch noch ein Leben.

Bei näherem wohnen würde ich wohl einkaufen. Für den Haushalt/Pflege müsste jemand externes kommen.